Snoopy’s Flug

Ein Essay über alte Draufgänger, sexy Beagles, lebensrettende SWAT-Teams, die Farben des stillen Heroismus, den wahren Charakter von David Lynch Filmen und über das Warten am Eingang zur Hölle. (Liebe Fans – diese Geschichte handelt von meinen Erfahrungen im Jahre 2004 und wurde damals auf meinem Blog speeding.de geposted. Sorry, wenn sich einige von euch Sorgen gemacht haben – ich bin gesund und munter!)

Abgeflogen, abgeschmiert, Bodenkontakt, Bruchlandung.

Gern verwendete Schlagworte um den einfachen Sachverhalt Namens »Sturz«, mit in kräftigen Farben koloriertem Heroismus zu umschreiben. All diese Synonyme ähneln für den Zuhörer immer dem Resultat eines typischen Snoopy-Luftkampfes. Wenn er mal wieder mit seiner »Sopwith Camel«, der gemeinen Hundehütte, gegen den »Roten Baron« angetreten ist, und dabei einiges von Woodstocks Federn, seinen Hundehaaren und an Einschusslöchern lassen musste.

Vieles aus der eigenen Vergangenheit bekommt im Laufe der Zeit Regenbogenfarben und einen Romantisches-Kerzenlicht-auf-Badewannenrand-Strahlenkranz. Im nachhinein ist die Geschichte eines Sturzes, wenn man diese denn bei bester Gesundheit erzählen kann, immer ein Höhepunkt in jeder Smalltalk-Party-Runde. Zeigt sie doch die Verwegenheit und den ins 21te Jahrhundert geretteten Machismo des Erzählers. Ist man so clever und gibt noch eine Prise jugendlichen Leichtsinn und einen Teelöffel Selbstironie dazu, erwirbt man die Herzen seiner Zuhörerschaft, auch der weiblichen, im Sturm. Dabei ist es vollkommen egal, ob man selber schon die Mitte seines goldenen Zeitalter überschritten hat. Nichts ist so sexy wie ein alter Draufgänger der verschmitzt über sich selber lachen kann.

Nichts ist so unsexy wie jemand der mit ziemlich zerfetzter Lederkombi irgendwo im Dreck des Straßengraben liegt. Dieser jemand macht Angst. Jedem. Dem Freund oder der Freundin die hinter einem gefahren sind, dem Autofahrer, der im Schock hinter seinem Lenkrad sitzt und dem, der den Mut aufbringt als erster an die Stelle zu treten wo Snoopy zu Bruch gegangen ist. Read more

Seele des Bösen

Ein Essay über den ewigen Kampf des Bösen mit dem Guten: Der Polizei und ihren Laserpistolen, den wahrheitsliebenden Boulevard-Medien, den fernsehgerechten Fahrern von Glitzer-Gixxern, den Westentaschen-Verkehrs-Psychologen u. v. a. Ein Kampf, den das Böse einfach nicht gewinnen kann. Armes Böses …

Sportliches Motorradfahren ist ein Scheiß-Hobby. Im Laufe einer durchschnittlichen Saison bekommt man immer mehr Ärger an den Hals, und nach Ablauf des Frühjahrs treten die Anzeichen von Verfolgungswahn immer deutlicher zu Tage. Erkennbar an einer erhöhten Zwinker-Frequenz im linken Auge und dumpfem Titinus-Sirenengeheule im Zwischenohr. Spätestens im Sommer, gesellt sich ein gut eingeschenkter Schuss Schizophrenie beim abendlichen Blick in den Spiegel dazu.

Sind meine Augen wirklich so schmal und hängen mir nicht gerade blutige Fleischfetzen aus dem Maul? Ah – nur Zahnfleischbluten. Die Pupillen weiten sich wieder und die gelbliche Farbe der Augäpfel geht zurück ins Weiß. Auch meine Fingernägel schrumpfen zurück von Velociraptoren-Optik auf Normalmaß. Puhh – Da habe ich aber noch mal Schwein gehabt.

Nicht das ich wirklich glaube ein Monster zu sein. Doch im Fortschreiten einer Motorradsaison erkenne ich immer mehr Wesenszüge an mir, die mich durchaus dazu qualifizieren, einen der beiden Hauptprotagonisten eines »Jeffery Deaver*« Thrillers zu verkörpern. Nein, nicht den braven und mutigen Cop. Ich rede von dem anderen Kerl. Read more

Yamaha R1 – erste Generation – Tattoo-Vorlage

Es gibt Motorräder, die für immer die »Große Liebe auf zwei Rädern« bleiben werden. Egal was davor war und danach noch folgt. Für meinen Kampfsporttrainer J.H. ist es seine Yamaha R1 der ersten Generation. Mag er seine KTM Supermoto auch noch so wild über kleine, einsame Landstraßen prügeln und Spaß mit ihr haben – seine R1 bleibt die Nummer Eins für ihn. »For ever.«

Viel Freude daran J.H.!

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Flight-Girl PinUp – Operation Bombshell

Kann eine Textil-Druckmaschine attraktiv dargestellt sein? Besonders wenn sie aussieht wie eine Robot-Spinne aus einem C-Movie? Sie kann! Mit der richtigen Idee, dem passenden PinUp und einer perfekten grafischen Umsetzung.

Zur »TV TexStyle Visions«, Europas führende Branchenmesse für Textilveredlung & Promotion (Stuttgart, 2. – 4. Feb. 2012), bat mich die Walz GmbH ein Motiv zu entwerfen, welches sie auf ihrer dort stationierten Druckmaschine »EASY«, vor Ort als Promotion-Motiv auf Shirts drucken können. Sie fanden mich über Steffen Lenz von Lenz-Textildruck, mit dem ich schon einige textile Druck-Projekte für seine Kunden verwirklicht habe.

Die Walz GmbH gab mir freie Hand in der Gestaltung. Wobei sie beim Stichwort PinUp schon etwas schluckten und meinten: »Da sind aber auch Kinder auf der Messe. Wir dachten da eher an etwas nettes mit Tieren. Und, na ja, keine Ahnung warum Du ein Bild von dieser Druckmaschine brauchst, aber bitte.« Da es sich aber auch um ein Promo-Motiv für meine Arbeiten und meinen Style handelt, gab ich den Zitate-Klassiker zurück: »Trust me.«

Ich nahm die »EASY« als Vorlage und gestaltete mit ihr ein Flight-Motiv im Stil alter Kampfflugzeuge. Mit einem PinUp im Military Air-Force Style in passender Haltung, Ausdruck und Outfit. Vom Helm bis zu den Abzeichen. Es waren vier Tage harte Maus- und Tablet-Arbeit bis alle grafischen Elemente gezeichnet waren und wirklich zueinander passten. Ein Themen-PinUp Motiv ist erst dann perfekt, wenn es beim Betrachter den Eindruck erweckt: »Nur so. Nicht anders.«

Die »EASY« ist bereit abzuheben und zum Einsatz zu kommen. Und wenn ich die Begeisterung der Walz GmbH bei Anblick dieses Motivs richtig gedeutet habe, wird sie auf »TV TexStyle Visions« heiß laufen :)

Ein paar persönliche Anmerkungen zum Thema PinUps:

1. Ein PinUp in Verbindung mit einem Produkt zu setzen, erfordert mehr als nur ein hübsches Girl zeichnen zu können. Ein wirklich gutes PinUp muss, wie bei der PinUp-Fotografie, passend zur dargestellten Szene und dem Produkt umgesetzt werden. In Haltung, im Ausdruck sowie im Outfit. Oder auch: »Mädels im Bikini kann jeder«. Der Spruch »Sex sells« mag zwar manchmal stimmen, er ist aber so profan, dass er schon weh tut. In mancher Umsetzung einer Idee, für das Auge schlimmer als ein offener Bruch.

2. Sie finden abertausende von PinUps im Netz. Aber Sie werden sehr selten genau dieses eine finden, welches zu ihrem Thema/Produkt /Unternehmen passt, die richtige Idee transportiert. Und wenn doch, müssen sie es rechtlich korrekt »kopieren«. Was denken Sie? Wie sieht dieses PinUp dann aus – und was hinterlassen Sie und Ihr Unternehmen für einen Eindruck mit einer Kopie?

3. Gute PinUp-Artists sind rar. Ob in Fotografie oder Illustration. Besonders in Deutschland. Sie aber haben mich gefunden :)

4. Ob meine PinUps billig zu haben sind? Nein, sind sie nicht. Es sind keine Bikini-Mädels sondern illustrierte Star-Models die genau auf ihr Produkt zugeschnitten sind.

Volvo FH 16-Design – Lumberjack-Girl – Zettel Holztransporte

Wer auf richtig große und schwere Transportmittel steht, ist hier genau richtig :) Ein Volvo FH 16 mit Rungen-Aufbau von Thomas Zettel Holztransporte aus Österreich. Und wer jetzt denkt diese wunderschöne Volvo Sattelzugmaschine würde nur mal schnell am Sägewerk vorbeischauen und aufladen – sieht sich getäuscht. Dieser Volvo findet sich auch auf den schmalen Forstwegen Österreichs, um zu seinem Ziel zu kommen.

Thomas Zettel wiederum fand mich auf seiner Suche nach einem passendem Design für seine neue Sattelzugmaschine ganz klassisch über die Google Bildsuche. Da lohnen sich doch meine Tags :) Und er war von meinem für Benniger & Föll gezeichneten Motiv und den beiden BF-Trucks so angetan, dass er es gleich so verwenden wollte. Dies war natürlich nicht möglich :) Wir führten zwei längere Gespräche am Telefon, und ich formulierte im zweiten Gespräch sehr bildhaft was mir an Motiven für seinen Truck und seine Branche vorschwebte.

Und schweben ist der richtige Ausdruck. Mein Lumberjack-Girl schwebt und schmilzt dahin auf einer typischen Zwei-Mann-Wettkampfsäge. Bekleidet mit einer sexy Bluse in typischer Lumberjack-Optik, Hotpants inkl. Arbeitsgürtel und Karabiner – und Safty-First – ein Waldarbeiter-Helm der ihren hübschen Kopf schützt – plus die notwendigen Leder-Handschuhe. Als kleines Highlight noch ein Strumpfband, ebenfalls im klassischen Lumberjack-Muster.

Um mein Lumberjack-Girl auch korrekt auf dem Volvo FH 16 umzusetzen, benötigte ich aber auch Massstabsgerechte Vorlagen dieser Sattelzugmaschine. Danke dafür an Volvo Deutschland und Volvo Austria, die mir beide die benötigte Basis, Strichzeichnungen im passenden Datei-Format, zur Verfügung stellten.

Fahrzeugdesign besteht aber natürlich nicht nur aus einem schönem PinUp. Auch das weitere grafische Umfeld muss stimmen und auf den Kunden und seine Wünsche zugeschnitten sein. Ich entwarf zu meinem Lumberjack-Grirl und den Race-Lines also noch grafische Elemente die ebenfalls deutlich das Thema Holz präsentieren. An den Seiten ein Spiel von Sägeblättern und auf der Front, um den linken Scheinwerfer herum und auf dem Dach, ein Ahornblatt. Die kanadischen Wälder grüßen damit Österreich :)

Seit August 2011 hat Thomas Zettel seinen neuen Volvo-Truck im Einsatz. Auf winkligen Forstwegen wie auf Landstraßen. Und er zieht jede Menge Blicke auf sich.

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